QM Praxistag 2004
"Wir hätten nicht gedacht, dass EiQMI eine so große Vielfalt unterschiedlicher Anwendungen hat !"
Das war das Resumee eines Besuchers am 3. QM Praxistag am 20.10.2004, den die SAP Deutschland AG & Co. KG zusammen mit Dr. Eilebrecht SSE in der SAP University St. Leon-Rot veranstaltete.

Wie ein roter Faden zogen sich die Berichte der Anwender aus unterschiedlichen Branchen durch die Veranstaltung. Die beiden ersten Vorträge stammten aus der BMW Group. Eine neue Entwicklung aus dem Motorenwerk Steyr stellte Andreas Seinfeld vor. Diese Entwicklung ist ein wichtiger Schritt für die Vereinfachung der Prüf- und Fertigungsplanung und für die Durchgängigkeit des Datenflusses von der Entwicklung zur Planung und zur Produktion. Über die Vorteile zur Integration von der Messplätze in der Zylinderkopffertigung im Motorenwerk München referierte Berthold Eilebrecht als Ersatz des verhinderten Jürgen Pfeiler. Dabei spielte neben der technischen Realisierung auch die Rentabilitätsrechnung eine wichtige Rolle.

Den Einsatz von EiQMI in vier verschiedenen europäischen Werken der Hilti AG mit im ersten Schritt 64 Arbeitsplätzen beschrieb Augustin Klöck von Hilti in Kaufering. Im Detail ging er dabei auf Anwendungen für Analysentechnik an einem vollautomatischen Verwiege- und Mischprozess im Bereich der chemischen Befestigungstechnik ein.

Silke Stingl beschrieb die Motivation für ihren Vortrag auf launische Art: "Vor zwei Jahren war ich auf dem ersten QM Praxistag von den tollen Vorträgen begeistert, letztes Jahr fasste ich den Entschluss, selbst ein Projekt mit SAP QM und EiQMI in Angriff zu nehmen und heute bin ich hier und will den Schirm." Den vom Künstler Hans Mendler gestalteten Schirm hatte Berthold Eilebrecht allen Vortragenden als kleines Geschenk versprochen. In ihrem Vortrag ging Silke Stingl auf den Einsatz im Qualitätslabor für die Glasfaserproduktion bei Johns Manville Europe GmbH in Wertheim ein. Sie beschrieb dabei beispielhaft die Vorgehensweise bei Feuchtigkeitsbestimmungen.

"Build to Order" und "Losgröße 1" waren die Stichworte im Vortrag von Hans-Joachim Pahl von der G. Kromschröder AG in Osnabrück. Durch Variantenkonfiguration und ein spezielles Modul zu Paketbildung werden im mySAP PLM Fertigungsaufträge und Prüflose erzeugt. Die Prüflose beschreiben nicht nur die Prüfmerkmale, sondern definieren auch die Kenngrößen für die Montage von Ventilen. Dabei sorgt EiQMI für den Fluss in der Linie und dafür, dass die Werker stets zu allen Produktvarianten die erforderlichen Informationen und die Bearbeitungszentren die richtigen Prozessparameter erhalten. Die Werker sind ohne detaillierte Informationen nicht in der Lage, bei jeder der mehr als zwei Millionen Produktvarianten stets die richtigen Montageaktionen auszuführen.

Ein Projekt zur Einführung von EiQMI für Analysen bei der Produktion von Farbstoffen bei der neugebildeten Lanxess AG berichtete Tobias Huber vom Dr. Eilebrecht SSE. Für das Analysenlabor mit seiner sehr hohen Anzahl analysierter Proben waren Automatismen im Fluss der Proben und der Informationen von großer Bedeutung, ebenso wie die Entlastung der Laboranten von Routine-Bewertungen.

Jürgen Kniephof von der SAP Deutschland AG sprach im ersten seiner beiden Vorträge über mySAP PLM QM als integriertes unternehmensweites LIMS. Die Prozesse im Labor und der Nutzen für die Kunden waren dabei die Kern-Themen.

Im zweiten Vortrag erlaubte er einen Blick in neue Funktionen und auch gerade laufende Projekte der SAP Entwicklung. Ein wichtiger Punkt war dabei die Erweiterung der Funktionalität für die Auswertung der Qualitätsdaten und die Erweiterung der SchnittstelleQM-STI, die für externe Statistikpakete wie qs-STAT Verwendung findet. Die Erweiterung der QM-STI Schnittstelle hatte er ein Jahr zuvor als Anforderung vieler Teilnehmer vom QM Praxistag 2003 mit nach Hause genommen.

Im letzen Vortrag ging Berthold Eilebrecht auf Themen und Erfahrungen aus Realisierungsprojekten mit EiQMI und
SAP QM ein. Dabei waren Auswertungen, das Berichtswesen, Ausfallstrategien und die Archivierung von Prüfdokumenten die wichtigen Themen.

Eine kurze Zusammenfassung bildete den Abschluss eines interessanten und mit vielen Informationen gespickten Tages.
[home]